Historie

Der Berliner Lehrerchor (BLGV) e.V. ist einer der traditions-reichsten Laienchöre Berlins.
Er ging aus dem Berliner Lehrer-Gesangverein hervor.
Dieser wurde 1887 als Männerchor der Berliner Musiklehrer unter dem Namen "Berliner Lehrer-Gesangverein" gegründet und erwarb bald deutschlandweit einen sehr guten Ruf.
Zweimal errang er bei den deutschen Sängerwettstreiten den höchsten Preis, der jemals einem Chor verliehen wurde:

die "Kaiserkette".

Diese ging während der Wirren am Ende des letzten Weltkrieges verloren.

Der BLGV erhielt, als einer der ersten Chöre, die Wiederzulas-sung zum Auftritt.
Es fanden sich erneut Musikbegeisterte, die den BLGV zu künstlerischen Höhen führten:

  • Auftritte im ausverkauften Titaniapalast
  • vor den Bundespräsidenten Prof. Dr. Theodor Heuß und Dr. Heinrich Lübke.
  • Zahlreiche Schallplattenaufnahmen
  • die Teilnahme am Deutschen Sängerfest in Stuttgart und
    dem Österreichischen Sängerfest in Wien

Nachwuchssorgen kamen für den BLGV, als die musische Bildung in und an den Schulen eine immer geringere Rolle spielte, wodurch die Zahl der Musiklehrer abnahm.
Mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 konnten Sänger aus den Stadtteilen im Osten Berlins nicht mehr an den Chorproben teilnehmen.

Noch im gleichen Jahr wurde im Berliner Lehrer-Gesangverein ein Frauenchor gebildet, der schnell großen Anklang bei den Zuhörern fand.
Im Jahre 1973 erfolgte eine Umbenennung des Berliner Lehrer-Gesangvereins in Berliner Lehrerchor (BLGV) e.V.

Seit 1975 ist der Berliner Lehrerchor ein gemischter Chor, der sich aus Sängerinnen und Sängern aller Berufsgruppen zusammensetzt.

In den folgenden Jahren unternahm der Berliner Lehrerchor regelmäßige Chorreisen, bei denen mit befreundeten Chören Konzerte veranstaltet wurden.

In den großen Konzerthäusern oder Kirchen Berlins wurden Oratorien und Werke der klassischen Musik mit Orchester aufgeführt.

Diese Traditionen setzt der Berliner Lehrerchor heute noch fort, erarbeitet große / experimentelle Werke in Projektchören, ohne seinen eigenen musikalischen Charakter aus den Augen zu verlieren.